Madonna, Mark oder Barack? Das sind die Personen mit dem häufigsten Wikipedia-Suchen in den verschieden US-Städten. Screenshot Tagesspiegel von The Pudding

#Datenspiegel 20: Eine Landkarte der Berühmten

Wer sind die wichtigsten Personen einer Stadt? Ein Datenprojekt zeigt es auf Basis von Wikipedia.

Überall auf der Welt versuchen Medien, mit Datenanalysen, Infografiken und Crossmedia-Geschichten, den Journalismus weiterzudenken. An dieser Stelle sammelt das Team des Tagesspiegel Innovation Lab seine Lieblingsgeschichten – jede Woche. In diesem 20. Datenspiegel geht es um die Geographie von Wikipedia, Schweizer Sorgen und Waffengewalt in San Francisco.

Die Verortung von Wikipedia

The Pudding hat eine Karte erstellt, die statt der Namen von Städten die Namen ihrer berühmtesten Bewohner darstellt. Das können all diejenigen Personen sein, die dort wohnen oder wohnten, geboren sind, oder auf andere Weise mit der jeweiligen Stadt verbunden sind. Auf der Karte ersetzt dann immer der Name derjenigen Person den Städtenamen, die am häufigsten bei Wikipedia aufgerufen wurde. Das Analyse gibt es für die USA und Großbritannien.

Wer hätte gedacht, dass David Bowie das Rennen in Woodstock machen würde?

Schweizer Sorgen im Wandel der Zeit

Keine Angst mehr vor Arbeitslosigkeit, zumindest in der Schweiz. Screenshot: Tsp von srf.ch.

Der SRF hat das Sorgenbarometer von gfs.bern und Credit Suisse ausgewertet. Bei dieser Umfrage werden seit 1995 jedes Jahr tausend stimmberechtigte Schweizer gefragt, welches die fünf wichtigsten Probleme der Schweiz sind.

Dargestellt wird die Entwicklung über die Zeit. Welche Themen werden durchgehend genannt? Welche verschwinden oder kommen neu dazu? Die Sorge vor Arbeitslosigkeit beispielsweise belegte seit 1995 fast immer den ersten Platz. Aber die Anteile veränderten sich stark. Über 80 Prozent nannten 1997 Arbeitslosigkeit als das größte Problem, 2018 waren nur noch 20 Prozent der Befragten dieser Meinung.

Deutlich wird auch die Reaktion auf Ereignisse wie das Platzen der Dotcom-Blase 2001 und die Finanzkrise 2008. In Zeiten der Krise steigt logischerweise die Sorge vor Arbeitsosigkeit. Weitere Zusammenhänge zwischen historischen Ereignissen und Ergebnissen der Umfrage werden zur Alters- und Hinterlassenenversicherung, Zuwanderung, Umweltschutz und dem Bereich Gesundheit und Krankenkassen dargestellt.

Startups gegen Waffengewalt?

Die Waffengewalt geht runter. Doch woran liegt das? Screenshot: Tsp von theguardian.com.

Die Zahl der durch Schusswaffen getöteten Menschen ist in der Gegend um San Francisco in den letzten zehn Jahren um 36 Prozent gesunken. Ist das lediglich ein Nebeneffekt der Gentrifizierung, vorangetrieben durch Konzerne wie Apple, Google und Co? Oder sind die Gründe vielmehr Präventionsmaßnahmen und die neuen Gesetze zu Waffenbesitz?

In einer sehenswerten, interaktiven Analyse stellt sich der Guardian diese Frage nach dem Warum der Gewalt und bietet ein überlegtes, datenbasiertes Pro und Contra.